Die diesjährige internationale Befreiungsfeier zum Gedenken an die Befreiung des KZ Mauthausen am 8.Mai 1945 fand in gewohnter Atmosphäre unter würdevoller musikalischer Begleitung statt.
Beim traditionellen Einzug der Befreier, der österreichischen Politiker sowie der Vertreter der Lagergemeinschaften und Jugendorganisationen, die sich gerade heute im Kampf gegen den Faschismus engagieren, hob der Vorsitzende des Mauthausenkomitees Willi Mernyi, in seiner Rede die Wichtigkeit von Zivilcourage hervor. Der nationalsozialistische Terror habe diese Ausmaße des Schreckens nur durch die aktive Teilnahme der Bevölkerung erreichen können.
Die von über 7000 Menschen besuchte Befreiungsfeier trug mit ihrem Gedenken an die Opfer von damals zur Aufarbeitung der Vergangenheit und zu einer Zukunft ohne Faschismus bei.
Der Verein Österreichischer Auslandsdienst, der seit 1998 Gedenkdienst als Zivildienstersatz anbietet, war mit einigen ehemaligen und zukünftigen Gedenkdienern vertreten. Gedenkdiener Florian Lust war gemeinsam mit zahlreichen Vertretern seiner Einsatzstelle, Museo della Deportazione, aus Prato, Italien angereist. Eine Mitarbeiterin und weitere Gedenkdienst–Kandidaten hatten sich zusätzlich im Vorhinein mit der bekannten deutsch-amerikanischen Schriftstellerin Anna Rosmus und zahlreichen US–Veteranen getroffen, und sich über die Erinnerungsarbeit ausgetauscht.
Mehr Informationen bei Thomas Schobesberger
Podiumsdiskussion: „Öko&Fair ernä
hrt mehr!“
Am Mittwoch, dem 13. April 2011 fand im Wiener Centrum für Internationale Entwicklung (C3) eine Diskussion rund um Ernährungssicherheit statt. Der Sozialdiener Markus Kristen besuchte die Veranstaltung.
Fragen, wie sich die Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt, welche Probleme bei der Zertifizierung von biologischem Anbau auftreten und welche Forderungen von verschiedenen Betrieben aufgestellt werden, wurden von einer Expertengruppe behandelt.
Es diskutierten die Bio-Kleinbäuerin Maria Vogt, die Geschäftsführerin des Interdisziplinären Forschungsinstituts für Entwicklungs
zusammenarbeit Dr. Petra Gruber und das Vorstandsmitglied der thailändischen Earthnet Foundation Vitoon Panyatun.
Dass biologischer Anbau und faire Arbeitsbedingungen nicht immer miteinander kooperieren müssen, war ein weiteres Problem, das angesprochen wurde. Die Landflucht der letzten Jahrzehnte und der Druck der kommerziellen Massenlandwirtschaft haben dazu geführt, dass auch Bio-Betriebe Arbeitskräfte ausbeuten und diese unter miserablen Bedingungen arbeiten lassen.
Mehr Informationen bei Markus Kristen.
Matthias Gattermeier – Zweiter Sozialdiener in Lahore/Pakistan

Nachdem im Jahr 2007 erstmals ein Sozialdiener nach Lahore/Pakistan entsendet worden war, leistet nun seit Anfang Februar mit Matthias Gattermeier wieder ein junger Österreicher seinen Dienst bei der Organisation proLokain der pakistanischen Großstadt ab.
Die Tätigkeit der Sozialdiener in Lahore ist, so der Niederösterreicher, landesweit bekannt, geschätzt und beliebt. „Egal ob ich einen traditionellen Dhol-Spieler, einen geschäftigen Organisator eines Projektes oder einen auf der Pilgerreise befindlichen Sufi-Heiligen darauf anspreche, die Sozialdiener haben merklich ihre Spuren hinterlassen“, sagt Matthias Gattermeier, Sozialdiener in Lahore. Der Auslandsdienst ist bekannt, und die Sozialdiener haben mit ihrer Arbeit bei Danka einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt des Landes geleistet, der kaum noch wegzudenken ist.
Eine der Hauptaufgaben der Sozialdiener in Pakistan ist die Mitarbeit am Projekt „Danka“, das sich der mühseligen Aufgabe verschrieben hat, als Bindeglied zwischen Künstlern und Kulturschaffenden, Event-Organisatoren, Kulturzentren und Publikum zu fungieren. „Danka“ organisiert die Kommunikation zwischen all diesen Teilen des Kulturbetriebs und stellt sicher, dass die Menschen in Pakistan ihre eigenen kulturellen Wurzeln nicht vergessen, sie wiederentdecken können und - so „Dankas“ zentraler Leitspruch - "ihre Kultur leben".
Seit seiner Ankunft hat sich viel geändert, berichtet Gattermeier. War zu Beginn seines Dienstes nur ein Mitarbeiter bei der Organisation beschäftigt, so konnten nun wieder sechs neue Mitarbeiter eingestellt werden. „Es werden neue Programme initiiert“, so der Sozialdiener weiter, „bestehende Kooperationen bestärkt und frische Kräfte gesammelt. Und wenn wir mit den neuen Bestrebungen auch internationale Geldgeber und lokale Sponsoren werben können, wird auch die Zukunft dieses einzigartigen Projektes gesichert bleiben.“
Mehr Informationen bei Matthias Gattermeier